Dr. Beat Richner, Kantha Bopha Children's Hospitals
                                        
Phnom Penh/ Siem Reap Angkor, 13.2.2004
 
Diskrepanz zwischen Politik, Ideologie und Propaganda Internationaler Organisationen und ihrer Effizienz, der desolaten Wirklichkeit
 
Vorbeugen und Heilen in den Kantha Bopha Spitaelern
 
 
Die drei Kantha Bopha Spitaeler hospitalisierten im vergangenen Jahr 67 000 schwerkranke Kinder. Trotzdem ist ein grosser Teil der in den Spitaelern erbrachten Leistungen reine Praevention, reine Vorbeugung:
 
- 640 000 Konsultationen im Jahr 2003 . Tagsueber muessen nur 5 bis 8 % der in den Polikliniken ankommenden kranken Patienten hospitalisiert werden. Die ambulante Behandlung beugt der Hospitalisation vor. Nachts muessen 60 bis 80% der ankommenden Kinder hospitalisiert werden. Nachts kommen prozentual mehr schwere Faelle. Das Reisen nachts in Kambodscha ist unsicher und gefaehrlich, man macht sich nur auf den Weg in letzter Not.
- 250 Impfungen werden taeglich bei gesunden Kindern und Muettern verabreicht.
- Alle in der Poliklinik wartenden Patienten, in den vergangenen 12 Jahren 4,7 Millionen, alle Eltern der hospitalisierten Kinder, werden ueber Hygiene, Impfungen und Krankheiten wie TB, AIDS , Malaria und Typhus informiert.
 
Die wirksame Praevention der Tuberkulose in Kantha Bopha
 
Fuer TB (Tuberkulose) gibt es keine wirksame, eigentliche Praevention. Die BCG Impfung ist nutzlos. Der Kampf gegen TB besteht in der Neutralisierung jedes Herdes. Das heisst, jeder TB infizierte und jeder TB kranke Patient muss behandelt werden. Dies erfordert korrekte Diagnose, korrekte diagnostische Mittel. 45% unserer Patienten leiden an TB. Also ist 45% unserer curativen Medizin Praevention.
Die TB kranken Kinder und Eltern werden nach der Hospitalisation (durchschnittlich dauerte eine Hospitalisation im Jahr 2003, Chirurgie mit laengeren Hospitalisationen inbegriffen, nur 4,5 Tage) monatlich in der Poliklinik kontrolliert, die leeren , aufgebrauchten Medikamentenpackungen zurueckgenommen, die neuen Medikamente an die Familien abgegeben. 90% der TB Kranken folgen der Therapie, die 9 bis 12 Monate dauert, eine Compliance also von 90 %.
 
Erfolgreiche AIDS Praevention in unserer Maternite
 
In unserer Maternite in Siem Reap mit nun 560 Geburten per Monat verhindern wir die Uebertragung von AIDS von der Mutter aufs Kind. Heute die anerkannt wirksamste Praevention von AIDS.
Saemtliche HIV positiven Blutspender werden beraten. Saemtliche Familien mit HIV positiven Kindern (die nicht in unserer Maternite geboren wurden) werden auf HIV untersucht und beraten.
 
Die Kluft zwischen Propaganda und Wirklichkeit
 
WHO und Unicef legen alle ihre “Aktivitaeten” darauf an, eine Hospitalisierung zu vermeiden. Mit Praevention, sagen sie. Sie sagen es seit 20 Jahren. Wo findet diese Praevention in Kambodscha statt? Die Gesundheitszentren (Erwachsene und Kinder) sind in Kambodscha groesstenteils leer. Auch die Zentren der Unicef in der Provinz Siem Reap. Die nationalen TB Centers fuer Erwachsene im Rahmen des nationalen TB-Programms haben eine Compliance von nur 5%! Warum? Korruption!! Die Patienten muessen unter dem Tisch zahlen.
 
Das Modell- und Musterprojekt der WHO, Unicef, MSF und des Gesundheits-ministeriums, das Distriktspital Sotnikum in der Provinz Siem Reap mit angegliedertem Gesundheitszentrum fuer Kinder und Erwachsene hat taeglich nur 15 bis 20 Konsultationen!! (Kantha Bopha taeglich 2500 bis 3000). Monatlich 10 bis 20 Geburten (unsere Maternite 560). Warum? Die Patienten muessen dort bezahlen. Das ist die Politik der WHO, der Unicef und des Gesundheitsministeriums. 95% der Bevoelkerung sind aber mittellos, mausarm. Wie sollen sie zahlen koennen? Zudem fehlen im Zentrum Sotnikum, das als Muster gilt, die erforderlichen Installationen.
Die Aerzte arbeiten 3 Stunden im Tag. Sie gehen ihren privaten Geschaeften nach: Privatapotheken, Privatlabors, Privatpraxen. Dort findet man Installationen und Mittel, die im Zentrum fehlen. Die TB Patienten werden 2 Monate lang hospitalisiert. Welcher Bauer kann 2 Monate bleiben? Darum sind da zur Zeit nur 17 TB Patienten hospitalisiert. Sie werden unter anderem mit dem in der westlichen Welt aus dem Verkehr gezogenen Streptomycin behandelt!! Das Labor ist erbaermlich karg ausgeruestet. Allein dieses Labor verunmoeglicht jede korrekte Medizin.
 
WHO und das Ministerium verschulden in Kambodscha
die schlimmste Dengue-Epidemie der Welt.
 
In der Dengue Epidemie hat die WHO und das Gesundheitsministerium 4 Monate verspaetet und unzureichend Prophylaxe betrieben, das heisst verpasst, die Brutstaetten der Dengue Muecken zu vertilgen, was ihre Pflicht waere und wozu Geld bereitstuende. Darum hatten wir 2003 ueber 9000 Dengue Kinder im Praeschock und Schock zu hospitalisieren. Eine teure zusaetzliche Belastung fuer die Kantha Bopha Spitaeler. Die Behandlung dieser schweren Dengue Faelle setzen funktionierende Blutbanken mit korrekten und teuren Laboreinrichtungen (zur Verhinderung der Verbreitung von AIDS, Hepatitis B und C durch Transfusionen) voraus. Diese Einrichtungen fehlen im obgenannten Musterprojekt der WHO, Unicef, MSF und des Ministeriums.. man will ja die Hospitalisation mit Praevention vermeiden. Die Praevention fand aber nicht statt. Ihre Praevention findet nicht statt. Seit 20 Jahren nicht.
 
Sehen Sie sich diese Realitaeten an, diese ernuechternden und folgenschweren Diskrepanzen, das desolate Public Health System, das Tag fuer Tag der Korruption zum Opfer faellt, im ergreifenden und reich informierenden Film von Georges Gachot GELD ODER BLUT, momentan in Zuerich, Bern , Basel, Lausanne und Genf im Kino. Weitere Informationen auch im neuen Buch im NZZ Verlag "Hoffnung fuer die Kinder von Kantha Bopha". Jeder Franken hilft heilen, retten und vorbeugen. Wir danken Ihnen fuer Ihre Hilfe.
 
 
Dr. Beat Richner PC 80-60 699-1

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